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		<title><![CDATA[Aktuelle Ankündigungen]]></title>
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		<description><![CDATA[Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Lesungen und Ohrenschmaus]]></description>
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			<title><![CDATA[Deutschlandfunk - Ferdinand Beneke: „Tagebücher IV (1817 – 1830)“]]></title>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000028"></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 11:35:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Dichter in Hamburg – Ein Ferdinand-Beneke-Abend – am 03.09.2024 um 19:30 Uhr im Literaturhaus (Eddy-Lübbert-Saal)]]></title>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000027"><div>Ferdinand Beneke, jener »eigenartige Mann« (Arno Schmidt), geboren 1774 in Bremen, gestorben 1848 in Hamburg, hat ein in der deutschen Literatur einzigartiges Tagebuchwerk hinterlassen, auf dessen Bedeutung immer wieder hingewiesen wurde, das aber eineinhalb Jahrhunderte unediert im Hamburger Staatsarchiv lag. Im September 2001 begann ein Editionsteam für die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur an der Transkription und Kommentierung der Tagebücher zu arbeiten. Seit Oktober 2012 erscheinen sie im Wallstein Verlag.</div><div><br></div><div>Beneke arbeitete in Hamburg als Anwalt und Richter, war während der napoleonischen Besatzung Mitglied einer selbsternannten »Exilregierung« und »Oberaltensekretär« (juristischer Berater) der Hamburger Bürgerschaft. Von Jugend auf schrieb er nahezu täglich Tagebuch. Die Tagebücher und Briefe sind ein singuläres zeithistorisches Dokument. Politisches Geschehen und persönliche Schicksale – die weltanschaulichen Wandlungen des Verfassers verschränken auf frappierende Weise Individuelles wie Zeittypisches.</div><div><br></div><div>2024 jährt sich sein Geburtstag zum 250. Mal. Ariane Smith, Leiterin des Editionsteams, wird in das Tagebuchwerk, seine Bedeutung und die editorischen Herausforderungen einführen. Der Literaturwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma liest Passagen aus den Tagebüchern.</div><div><br></div><div><br></div><div><span class="fs11lh1-5"><b>Ort der Veranstaltung</b></span><div>Das Literaturhaus Hamburg befindet sich in einer wunderschönen historischen Stadtvilla an der Außenalster und ist das literarische Herzstück der vielfältigen hanseatischen Kulturlandschaft.</div><div><br></div><div>Seit 1989 begeistert das Literaturhaus Hamburg mit historischem Flair und einem anspruchsvollen Kulturprogramm und lockt damit Künstler und Besucher in die Hansestadt. Die spätklassizistische weiße Stadtvilla befindet sich in bester Lage und ist eine Heimat für Nobelpreisträger, Schriftsteller und Nachwuchsautoren sowie junge und erwachsene Kulturinteressierte. Im prächtigen Festsaal fanden früher vornehme Bälle statt. Heute steht der Saal unter Denkmalschutz und verzaubert nach wie vor mit edlen Kronleuchtern, Marmorsäulen, Stuckarbeiten und detaillierten Deckengemälden. Neben anspruchsvollen Kulturveranstaltungen eignet sich der Festsaal ebenso für feierliche Empfänge mit Buffet. Ein Stockwerk darüber befinden sich drei lichtdurchflutete und flexibel nutzbare Salons der Beletage, von deren Balkons sich ein herrlicher Blick über die Außenalster werfen lässt. Darüber hinaus eignet sich ein Gartenzimmer für kleine Konferenzen, Präsentationen und Tagungen für bis zu 12 Personen. Einladende gastronomische Offerten, ein gemütliches Lesecafé und eine Buchhandlung komplettieren das umfangreiche Angebot und machen das Literaturhaus Hamburg zu einer Wohlfühloase für Kulturbegeisterte.</div><div><br></div><div>Das Literaturhaus Hamburg begeistert mit einem anspruchsvollen und umfangreichen Kulturprogramm und verleiht darüber hinaus privaten Feierlichkeiten und Firmenfesten eine unverwechselbare Atmosphäre.</div><div><br></div></div><div><br></div><div><span class="fs11lh1-5"><b>Literaturhaus Hamburg</b></span><div>Schwanenwik 38 22087 Hamburg</div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 07 Aug 2024 08:05:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Seminar im Museum für Hamburgische Geschichte]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000026"><div><br></div><div><img class="image-1" src="http://www.beneke-edition.de/images/Ferdinand-Beneke-001.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="756" /><br></div><div><br></div><div><img class="image-2" src="http://www.beneke-edition.de/images/Ferdinand-Beneke-002.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="756" /><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 12 Jul 2022 12:51:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Verschoben – Vortrag der Wittheit zu Bremen – 08.12.2021 | 19:00 Uhr]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000022"><div></div><div><div><span class="fs11lh1-5">ABGESAGT – &nbsp;</span><span class="fs11lh1-5">Der Vortrag wird auf Grund der aktuellen Corona Situation auf nächstes Jahr verschoben</span></div></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Prof. Dr. Jan Phil­ipp Reemts­ma, PD Dr. Frank Hat­je, Ham­burg</span><br></div><div><div>Fer­di­nand Be­ne­ke: Die Ta­ge­bü­cher II (1802 – 1810)</div><div>Witt­heits­vor­trag zu­sam­men mit His­to­ri­sche Ge­sell­schaft, Goe­the-Ge­sell­schaft und Uni­ver­si­tät Bre­men</div><div><br></div><div>Der Ham­bur­ger Ju­rist und ge­bür­ti­ge Bre­mer Fer­di­nand Be­ne­ke (1774 – 1848) hat mit sei­nen Ta­ge­bü­chern samt den von ihm bei­ge­füg­ten Brie­fen und Ma­nu­skrip­ten ei­nes der fes­selnds­ten Do­ku­men­te zur Kul­tur und Le­bens­welt des Bür­ger­tums zwi­schen Fran­zö­si­scher Re­vo­lu­ti­on und Vor­märz hin­ter­las­sen. Denn Be­ne­ke er­weist sich als Seis­mo­graph sei­ner Zeit, ob er nun über Po­li­tik oder All­tag, Li­te­ra­tur oder Fa­mi­li­en­le­ben, Rei­sen oder Re­li­gi­on schreibt und uns nach­zu­voll­zie­hen er­laubt, wie sich An­sich­ten und Ide­en, die die Ge­schich­te des 19. und 20. Jahr­hun­derts prä­gen soll­ten, aus den Zeit­um­stän­den ent­wi­ckelt ha­ben.</div><div><br></div><div>Die zwei­te, jüngst er­schie­ne­ne Ab­tei­lung der Ta­ge­buch-Edi­ti­on ist in die­ser Hin­sicht be­son­ders aus­sa­ge­kräf­tig. Sie be­ginnt mit Frie­dens­hoff­nun­gen und en­det mit der An­ne­xi­on der Han­se­städ­te durch das fran­zö­si­sche Kai­ser­reich. Sie zeigt den Wan­del Be­ne­kes vom Schü­ler der Auf­klä­rung zum Früh­ro­man­ti­ker, von der Be­geis­te­rung für die Fran­zö­si­sche Re­vo­lu­ti­on zu ei­ner Welt­an­schau­ung, die Be­grif­fe wie Na­ti­on und Re­pu­blik, Re­li­gi­on und Ge­schich­te zu­sam­men­denkt.</div><div><br></div><div>In ei­ner Kom­bi­na­ti­on aus Vor­trag und Le­sung ge­ben Prof. Dr. Jan Phil­ipp Reemts­ma und PD Dr. Frank Hat­je Ein­bli­cke in den Ta­ge­buch­kos­mos.</div></div><div><br></div><div><div><a href="https://wittheit.de/Aktuelle-Termine/Ferdinand-Beneke-Die-Tagebuecher-II-1802-2.html" onclick="return x5engine.utils.imPopUpWin('https://wittheit.de/Aktuelle-Termine/Ferdinand-Beneke-Die-Tagebuecher-II-1802-2.html','imPopUp', 1920,1080);" class="imCssLink">https://wittheit.de/Aktuelle-Termine/Ferdinand-Beneke-Die-Tagebuecher-II-1802-2.html</a></div></div><div><br></div><div><span class="fs11lh1-5">Haus der Wis­sen­schaft</span><br></div><div><div><span class="fs11lh1-5">Sand­stra­ße 4/​5<br>28195 Bre­men</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Te­le­fon (0421) 218-69530<br>Fax (0421) 218-69531</span></div><div><span class="fs11lh1-5">e-mail:</span> <span class="fs11lh1-5"><a href="mailto:ge­scha­efts­stel­le@witt­heit.de?subject=&amp;body=" class="imCssLink">ge­scha­efts­stel­le@witt­heit.de</a></span></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 16 Sep 2021 07:49:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[DAMALS Ausgabe 06/2020]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000020">Die Tagebücher von Ferdinand Beneke gehören zu den umfassendsten ihrer Zeit. Sie geben spannende Einblicke in Kultur und Lebenswelt des Bürgertums zwischen Französischer Revolution und Vormärz.<div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><div class="imTACenter"><img class="image-0" src="http://www.beneke-edition.de/images/dam_2020-006_300x_44-45.jpg"  title="" alt="" width="500" height="335" /></div><div><br></div><div>Als der Hamburger Jurist und Politiker Ferdinand Beneke (1774 – 1848) starb, hinterließ er detailreiche Tagebücher, die den Zeitraum von 1792 bis 1848 umfassten. Über beinahe 56 Jahre füllte er rund 5000 Manuskriptseiten, denen er weiteres Material – gut 7000 Seiten – beilegte.</div><div><br></div><div>Neben ihrem außerordentlichen Umfang zeichnen sich die Tagebücher dadurch aus, dass sie einen durchschnittlichen Bürger zu Wort kommen lassen, dessen Blick typisch ist für große Teile des europäischen Bürgertums, das in diesem Zeitraum anfing, eine kulturelle, gesellschaftliche und politische Führungsrolle zu beanspruchen. Dabei ist der Autor und Protagonist der Tagebücher bemüht, die Anforderungen seiner Zeit zu verstehen und ihnen gemäß zu handeln.</div><div><br></div><div>Inhaltlich weisen die Aufzeichnungen eine außergewöhnliche thematische Vielfalt auf. Sie berühren den Lebensalltag Benekes, seine immer wieder angeschlagene Gesundheit, sein Gefühlsleben, sein bürgerliches Engagement, seine kulturellen Interessen, aber auch religiöse und philosophische Fragen, Geschichte und Geographie sowie die politischen Ereignisse…</div><div><br></div><div>Autor: Frank Eisermann</div></div></div><a href="https://youtu.be/GP6NHtl9hBw">https://youtu.be/GP6NHtl9hBw</a>]]></description>
			<pubDate>Sat, 23 May 2020 16:33:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[buten un binnen – 12 Hörspiele und Podcasts für die Corona-Auszeit]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001F"><div class="imTAJustify"><div><br></div><div><hr></div><div><br></div><div>In Zeiten von Corona steht die Welt still. Damit es nicht zu still wird, gibt Radio Bremen 12 Tipps für Hörspiele und Podcasts, die jeder Bremer kennen sollte.</div><div><br></div><div><div style="text-align: start;">Von 1792 bis in sein Todesjahr 1848 schrieb der Bremer Kaufmannssohn und Jurist Ferdinand Beneke auf, was er erlebte, dachte und fühlte – und das Tag für Tag. Hinterlassen hat Beneke eine unermessliche Fundgrube von insgesamt 5.000 handschriftlichen Aufzeichnungen und weitere 7.000 Seiten Akten, Briefe, Reiseberichte, Rechnungen, Zeichnungen.</div><div style="text-align: start;"><br></div><div style="text-align: start;">Mitwirkende: Matthias Brandt Stephan Schad Imogen Kogge Hildegard Schmahl</div></div><div style="text-align: start;"><br></div><div>Quelle: <span class="fs11lh1-5"><a href="https://www.butenunbinnen.de/audios/hoerspiel-tagebuecher-ferdinand-benekes-100.html" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://www.butenunbinnen.de/audios/hoerspiel-tagebuecher-ferdinand-benekes-100.html', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" onmouseover="x5engine.imTip.Show(this, { text: '&amp;lt;img src=&quot;http://www.beneke-edition.de/files/buten_binnen.png&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;width: 50%;&quot;/&amp;gt;&amp;lt;div&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;', width: 180});" class="imCssLink">buten un binnen</a></span></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 06 May 2020 05:42:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[++Abgesagt++  Wittheit zu Bremen – Vortrag und Lesung | Ferdinand Beneke: Die Tagebücher II (1802 – 1810)]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001E"><div><div><span class="fs12lh1-5">Zusammen mit der Historischen Gesellschaft, der Goethe Gesellschaft und der Universität Bremen</span></div><div><br></div><div>Dienstag | 24. März 2020| 19:00 Uhr</div></div><div>Prof. Dr. phil. Jan Philipp Reemtsma, Dr. Frank Hatje, Hamburg</div><div>Haus der Wissenschaft</div><div><br></div><div><br></div><div><br></div><div><br></div><div><br></div></div><a href="https://">https://</a>]]></description>
			<pubDate>Tue, 10 Mar 2020 16:20:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Hamburger Abendblatt – Ein einzigartiges Dokument der Hamburger Geschichte]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001D"><div class="imTACenter"><div class="imHeading3">Schon mehr als 1000 Seiten: Ein Historikerteam editiert Tagebücher und Schriften von Ferdinand Beneke (1774 - 1848)</div></div><div class="imTALeft"><br></div><div class="imTACenter"><br></div><div class="imTACenter"><div><img class="image-1" src="http://www.beneke-edition.de/images/Archiv_2020_1_komplett_2-final_ny61brfz.jpg"  title="" alt="" width="7512" height="4062" /></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 12 Jan 2020 20:19:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Hörspiel – Die Tagebücher des Ferdinand Beneke (Teil 2)]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000012"><div><span class="fs11lh1-5">Von 1792 bis in sein Todesjahr 1848 schrieb der Bremer Kaufmannssohn und Jurist Ferdinand Beneke auf, was er erlebte, dachte und fühlte – und das Tag für Tag. Hinterlassen hat Beneke eine unermessliche Fundgrube von insgesamt 5.000 handschriftlichen Aufzeichnungen und weitere 7.000 Seiten Akten, Briefe, Reiseberichte, Rechnungen, Zeichnungen.</span><br></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5 cf1">1774 war das Geburtsjahr des Bremer Kaufmannssohns Ferdinand Beneke. In Hamburg ließ er sich als Jurist nieder, angezogenen von dem gesellschaftlichen Klima der freien hanseatischen Stadtrepublik. Hier wurde er </span><span class="fs11lh1-5">„</span><span class="fs11lh1-5">ein nützlicher Bürger unter Hamburgs Volk</span><span class="fs11lh1-5">“</span><span class="fs11lh1-5">, gründete eine Familie, bekleidete zahlreiche Ehrenämter und wichtige Funktionen in Politik und Gesellschaft. Er war ein Mann von Bildung, Manieren und Grundsätzen.</span></div><div><b></b><br></div><div><div class="imHeading3">Chronist seiner Zeit</div><div><span class="fs11lh1-5 cf1">Er dokumentierte nicht nur die bedeutenden historischen Veränderungen, die Europa seinerzeit gesellschaftlich grundsätzlich umstrukturierten (Französische Revolution, Wiener Kongress und so weiter); seine gewissenhaften Selbstbeobachtungen und Gedanken spiegeln ebenso detailfreudig wie originell die privaten Lebensverhältnisse des erstarkenden Bürgertums vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts.</span></div><div><span class="fs11lh1-5 cf1">In diesem 2. Teil hören wir von Benekes ersten beruflichen Gehversuchen im Staatdienst und seiner Zeit in Göttingen. Er möchte promovieren, seine wirtschaftlichen Verhältnisse sind aber alles andere als rosig – familiär wie privat. Seine Eltern müssen ihr Handelshaus veräußern und Konkurs anmelden. Und so ist Beneke auf Gönner angewiesen, die ihn finanziell unterstützen. Seine Bittbriefe bleiben über Monate unbeantwortet, seine Zukunft mehr als ungewiss. &nbsp;&nbsp;</span></div><div><span class="fs11lh1-5 cf1">Die ersten vier der auf 20 Bände angelegten Lebensgeschichte Ferdinand Benekes wurden 2013 im Wallstein-Verlag ediert.</span></div><div><span class="fs11lh1-5 cf1"><br></span></div><div class="imHeading3">Mitwirkende:</div><div><span class="fs11lh1-5 cf1"><br></span></div><div><ul><li><span class="fs11lh1-5 cf1">Matthias Brandt</span></li><li><span class="fs11lh1-5 cf1">Stephan Schad</span></li><li><span class="fs11lh1-5 cf1">Imogen Kogge</span></li><li><span class="fs11lh1-5 cf1">Hildegard Schmahl</span></li></ul><span class="fs11lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5 cf1">Regie: Charlotte Drews-Bernstein<br>Produktion: Radio Bremen 2016<br>Länge: 54`24</span></div></div><div><span class="fs11lh1-5 cf1"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5 cf1"><a href="https://www.radiobremen.de/bremenzwei/sendungen/hoerspiel/ferdinand-beneke102-popup.html" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://www.radiobremen.de/bremenzwei/sendungen/hoerspiel/ferdinand-beneke102-popup.html', width: 1920, height: 1080, description: 'Alles, was er dachte, fühlte und erlebt, schrieb der Bremer Kaufmannssohn und Jurist Ferdinand Beneke, gesprochen von Matthias Brandt, bis zu seinem Todesjahr 1848 auf. Hinterlassen hat Beneke eine unermessliche Fundgrube von insgesamt 5.000 handschriftlichen Aufzeichnungen und weitere 7.000 Seiten Akten, Briefe, Reiseberichte, Rechnungen, Zeichnungen.'}]}, 0, this);" onmouseover="x5engine.imTip.Show(this, { text: 'Die Tagebücher des Ferdinand Benekes – Die Jahre 1794 bis Anfang 1796', width: 180});" class="imCssLink">Die Tagebücher des Ferdinand Benekes</a>, [54:24]</span><div><span class="fs11lh1-5 cf1">Das ganze Hörspiel zum Nachhören (Online bis 08.12.2020)<br><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5 cf1"><a href="https://www.ardaudiothek.de/hoerspiel/die-tagebuecher-des-ferdinand-benekes-die-jahre-1794-bis-anfang-1796/69753338" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://www.ardaudiothek.de/hoerspiel/die-tagebuecher-des-ferdinand-benekes-die-jahre-1794-bis-anfang-1796/69753338', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" onmouseover="x5engine.imTip.Show(this, { text: 'Die Tagebücher des Ferdinand Benekes - Die Jahre 1794 bis Anfang 1796', width: 180});" class="imCssLink">Das Hörspiel in der ARD Audiothek</a></span></div></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 08 Dec 2019 17:00:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Deutschlandfunk Kultur – Ein empfindsamer Patriarch und liberaler Patriot]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000006"><div><div>56 Jahre lang hat der Hamburger Jurist Ferdinand Beneke Tagebuch geschrieben und 5000 Seiten gefüllt. Sie zeigen einen persönlichen Blick auf die Zeit von französischer Revolution, Napoleon und Vormärz. Nun sind die Bände von 1802 bis 1810 erschienen.</div><div>Äußerlich wirkt es selbst für fleißige Leser wie eine Zumutung: 3.904 Seiten, verteilt auf acht dicke Bände, umfasst der mittlere Teil der Tagebücher von Ferdinand Beneke. Der Hamburger Jurist und politisch engagierte Zeitgenosse war ein überzeugter Republikaner, und seine Aufzeichnungen lösen im Leser einen Sog aus.</div></div><div><br></div>Geboren 1774, fiel in seine Lebenszeit die Französische Revolution, der Aufstieg Napoleons, die Besetzung seiner Heimatstadt Hamburg durch dessen Truppen, die Befreiungskriege, die darauffolgende Restauration in Deutschland. Als er 1848 starb, hinterließ er eines der umfangreichsten Tagebuchwerke der deutschen Geschichte. Und darin fanden sich beileibe nicht bloß hingekritzelte Notizen, sondern fast literarische Texte, aus denen der Mensch Ferdinand Beneke plastisch hervortritt. Etwa am Beginn einer Frühlingswoche 1809:<div><br></div><div>„8. Mai 1809, Mondtag. Ein höchst verdrießlicher Tag – so ein verdammter ExtraTag zum Hängen und Todtschießen, wie er im menschlichen Leben nicht durch große Unglücksfälle, sondern durch ein beynahe absichtliches Zu­sammentreffen vieler kleiner Neckereyen hervorgebracht wird, die Einem dann wie ein PlatzRegen die Gemüthsbekleidung durchnäßen und den SeelenSchnupfen einflößen.“</div><div><br></div><div>Nachdem 2012 bereits die ersten Tagebücher von 1792 bis 1801 publiziert worden sind (und 2016 die Zeit der Befreiungskriege 1811 bis 1816 folgte), hat der Wallstein-Verlag nun das fehlende Mittelstück nachgeliefert: Es ist ein Lebensabschnitt, in dem bei Ferdinand Beneke eine herzzerreißende, fast wertherhafte Dreiecks-Liebesgeschichte endet, er aber kurze Zeit später die Frau seines Lebens kennenlernt und heiratet. Politisch und wirtschaftlich geht es auf und ab – Napoleons Kontinentalsperre schadet der Freien Hansestadt Hamburg ebenso wie das wechselnde Kriegsgeschehen jener Tage, auch wenn es sich nicht immer in unmittelbarer Nähe zuträgt.</div><div><br></div><div class="imHeading4">Besondere Menschenpflichten unter Nachbarn</div><div>Zudem ist der Jurist Beneke in eigenen Angelegenheiten kein guter Geschäftsmann, weil ihn die Grundsätze der Aufklärung zur Philanthropie verpflichten, was er – im Gegensatz zu vielen Kaufleuten der Stadt – sehr ernst nimmt. So schreibt er im Oktober 1804:</div><div><br></div><div>„Nun giebts nach meiner Meinung unter Nachbaren besondre nähere MenschenPflichten. Die es leug­nen, berufen sich auf die allgemeine Humanität. Aber denen traue ich gar nicht. Die sich so vor den besondern praktischen Verhältnißen in concreto scheuen, bey denen ist die allgemeine theore­tische MenschenLiebe ein seelenloses abstractum und ein HeuchlerMantel. Die lieben die Menschen nur immer in ihrer Einbildung. Sobald sie einen wirklich vor sich stehen haben, so sehen sie nur seine Mängel, um ihn nur nicht lieben, d.h. ihm nur nicht helfen zu müßen. Endliche Wesen sind wir ja und immer an Raum und Zeit, an Ort und Zahl gebunden. Wer seinen Nachbar liebt, weil er Nachbar ist, der ist sicher ein beßerer Menschenfreund und ein wahrerer Mensch, als die Quintessenz der Men­schentümlichkeit aller ausgepreßten Kosmopoliten und sogenannten Philanthropen zusammen ergiebt.“ (Florian Felix Weyh)</div><div><br></div><div class="imHeading4">Chronik eines Lebens</div><div>Ferdinand Beneke hat kein privates Tagebuch geschrieben, sondern die Chronik eines Lebens. Außenwelt und Innenwelt, Politisches und Privates halten sich die Waage. So pedantisch der Hamburger Jurist seine Korrespondenzen, Besuche und Spaziergänge auflistet, so witzig und ausschweifend vermag er zu erzählen. Nur selten vermerkt er: „Abends unter uns.“</div><div><br></div><div>Ferdinand Beneke führt ein ausgesprochen reges social life, und in seinem Tagebuch beschreibt er die Hamburger Gesellschaft mit spitzer Feder: „Kopf und Herz sind bey ihm trefflich, aber an Laune fehlts ihm ganz.“ Der Stil verrät, dass der Chronist beim Schreiben an fremde Leserinnen und Leser gedacht hat. Über einen missliebigen Tischgenossen beispielsweise ergießt er eine ganze Kaskade von Adjektiven: „Aber ich sah doch tiefer hinein in den eitelen, egoistischen, engherzigen, verschwenderischen, pralerischen, raufmauligen Husaren.“</div><div><br></div><div class="imHeading4">Ein Tagebuch mit romanhaften Zügen</div><div>Oft hat dieses Tagebuch romanhafte Züge. Dann wird aus dem Tagebuchschreiber ein Ich-Erzähler, der alles daransetzt, seine Leser zu unterhalten. Der Autor will zeigen, was er kann: „Ganz unerwartet bekomme ich heute Nacht (...) einen höchst beunruhigenden Besuch von meiner seit vielen Jahren schon ganz abandonnierten Liebhaberin: der Gicht (Gonagra). Bekannt mit dem Gange dieser Krankheit, sah ich mit Schrecken die Unmöglichkeit der auf übermorgen angesetzten Reise.“ Weil dies ein Tagebuch ist, weiß der Autor tatsächlich nicht, ob er die seit Langem geplante Reise ins Weserbergland überhaupt antreten kann. Dies verleiht der Lektüre eine ganz eigene Spannung.</div><div><br></div><div>Was erfahren wir in diesem Tagebuch über das Jahr 1806? Ferdinand Beneke gewährt uns einen Blick in eine Zeit, in der Hinrichtungen und Duelle selbstverständlich waren, er erzählt von beschwerlichen Kutschenreisen und der Sorge um das Hinterland: am 9. Oktober erklärt Preußen Frankreich den Krieg. Beneke ist ein aufgeklärter Geist, doch zugleich kritisiert er die „kalte Vernunft“. Hier schreibt ein hellwacher Zeitgenosse. Selbst wenn es ums Wetter geht, ist der Text nicht banal: „Häßlich schneidende, trockne OstLuft mit SandPuder, und SpottSonnenSchein. (...) Kaum läßt seit gestern der Luftstrom aus Osten nach, so stehen schon an allen Seiten Gewitter umher, und es ist schwühl zum Ersticken. Verdammtes Klima!“</div><div><br></div><div>Dass man sich auch damals um das Klima sorgte, gehört zu den Überraschungen dieser Nachrichten aus dem Jahr 1806. Denn das Wort Klima kommt in diesem Text nicht von ungefähr: Astronomen wollten eine Veränderung der Sonnenflecken festgestellt haben, man befürchtete das Schlimmste.</div><div><br></div><div class="imHeading4">„In mir stürmte es mächtig“</div><div>Im Zentrum dieses Jahres steht für Ferdinand Beneke jedoch etwas höchst Intimes: Eben hat der 32-Jährige noch befürchtet, er werde niemals heiraten – und schon verliebt er sich in die 17-jährige Karoline. Seine Liebesnöte notiert er im Tagebuch auf separaten Blättern. Wir werden Zeuge eines dramatischen Auf und Abs. Mit der Kontrolle über seine Gefühle verliert Beneke auch beinahe die Kontrolle über seine Worte:</div><div><br></div><div>„Karoline zieht sich von mir zurück. Mir fiel eine Decke von den Augen und ich sah … ihre Gestalt verschönert und geröthet in dem Widerscheine meiner Flamme!? Das fehlte noch. Nun bin ich entschloßen. Genug des Vorspiels! Schweigend begleitete ich sie zu Hause. Aber in mir stürmte es mächtig.“</div><div><br></div><div>Der jugendliche Überschwang des Teenagers gefällt ihm. Er verehrt Karoline geradezu schwärmerisch. Der Altersabstand scheint ihn nicht zu stören, obwohl es durchaus Irritationen gibt: „Ach! Die Liebe muß sich ja wol in ihrem bißher so kindlichen Herzen anders aussprechen, anders toben und erschüttern als in meinem, welches die Erfahrung und die Entwickelung des Mannes erweitert und stärker gemacht hat.“</div><div><br></div><div class="imHeading4">Moderne Selbstbeobachtung, wie wir es von uns kennen</div><div>Ein Vollblut-Patriarch also, wie es seiner Zeit entsprach. Doch zugleich ist Ferdinand Beneke ein Mann der Gefühle. So befremdlich uns heute die unreflektierte Hierarchie der Geschlechter sein mag, so modern ist die Selbstbeobachtung, die er in seinem Tagebuch übt. Die „Achtsamkeit“, die wir heute neu zu entdecken meinen, scheint vor zweihundert Jahren selbstverständlich gewesen zu sein. Ohne jede Scheu gibt Ferdinand Beneke im Tagebuch Auskunft über sein Innenleben. Er leidet unter Stimmungsschwankungen, und er findet eindrückliche Bilder für einen Zustand, den man heute wohl als Depression bezeichnen würde: „Es war ein Mißton in meiner Seele, wie, wenn ein Orgelspieler aus Zerstreuung die Hand zu lange auf einer nicht mehr paßenden Taste liegen läßt.“</div><div><br></div><div>Drei Tage war er in Lübeck. Nach der Rückkehr notiert er: „Uebrigens den ganzen Tag in der mir nach jeder Reise eigenen höchst fatalen, widerlichen Stimmung zu Hause. Ich begreife diese Stimmung nicht, so viel ich auch darüber nachdenke.“</div><div><br></div><div>So gewinnen wir in diesen Tagebüchern nicht nur einen Einblick in das Jahr 1806, sondern auch in das widersprüchliche Bewusstsein eines Mannes, der sich Rechenschaft ablegt über sich selbst. (Sieglinde Geisel)</div><div><br></div><div class="imHeading4">Drei Jahre später</div><div>1809 enden die Lehr-und Jugendjahre des Juristen und Schriftstellers Ferdinand Beneke. Er ist nun ein verheirateter Mann und stolzer Vater einer Tochter, die er über alles liebt. Einzig Friedrich Wilhelm von Braunschweig, genannt der schwarze Herzog, mit seinem Freikorps, dessen Aufstellung der Preußenkönig aus Furcht vor den Franzosen vergeblich zu verhindern sucht, und der österreichische Erzherzog Karl leisten den Truppen Napoleon Bonapartes noch Widerstand. In einer Koalition mit den Engländern hofft der Habsburger, den Okkupanten zu schlagen.</div><div><br></div><div>Die Kämpfe ziehen sich das ganze Jahr hin und lösen bei Ferdinand Beneke ein wildes Schwanken zwischen Hoffnung und Enttäuschung aus. Der Advokat nimmt als stolzer Bürger, für den der Glaube an Gott, die Liebe zum Vaterland, die Herrschaft des Rechts und der Freiheit die Maximen seines Handelns darstellen, regen Anteil an den politischen Entwicklungen in Deutschland. So wie es ihm Zeit und Kräfte erlauben, engagiert er sich sogar als Diplomat und als Schriftsteller.</div><div><br></div><div class="imHeading4">Kein hanseatischer Kniefall vor Napoleon</div><div>Zwar bangt er mit dem österreichischen Heer, aber seine Hoffnungen richtet der kluge Advokat auf Preußen, nicht auf den König, sondern auf die preußischen Reformer. Den Festen des französischen Statthalters in Hamburg bleibt er als Patriot natürlich fern, auch den auf französische Anweisung pompös gefeierten Geburtstag Napoleon Bonapartes ignoriert er. Beneke weigert sich sogar, zu Ehren des Kaisers sein Haus zu illuminieren, obwohl es der Rat anordnet:</div><div><br></div><div>„Meine Grundsätze darüber sind sehr einfach. Was der Staat sich an politischer Heucheley erlauben darf (wenn auch das erlaubt seyn kann?) daß ist des Einzelnen unwürdig. Illumination soll die Freude des Bewohners über die gefeyerte Begebenheit und seine Hochachtung für den gefeyerten Menschen ausdrücken. Fehlt ihm diese Freude, und Hochachtung, tritt wohl gar Jammer, und Abscheu an ihre Stelle, so erlaubt er sich eine höchst unmännliche Heucheley, eine Kriecherey, eine Handlung, wie sie einst Tell verschmähte.“</div><div><br></div><div>Es ist faszinierend, miterleben zu können, wie die Nachrichten vom wechselnden Kriegsglück des Koalitionsheers gegen Napoleon in Hamburg eintreffen und mit welcher Spannung und Erregung sie aufgenommen werden. Deutlich wird aber auch, wie wichtig ihm der geistige Austausch mit seiner Frau ist, mit der er über das Geschäft, über Wissenschaft, Religion und Politik spricht. Sie sind einander ebenbürtig und genau das schätzt Beneke. Bildung, Urteilsfähigkeit und Verstand des Partners gehören für ihn zu einer guten Ehe, denn in der Gemahlin sieht er vor allem die Gefährtin.</div><div><br></div><div class="imHeading4">Christusähnlicher Held</div><div>Als überragend und von höchstem Symbolwert gilt ihm die Tat des preußischen Husarenoffiziers Ferdinand von Schill, der seinem König den Gehorsam aufkündigt und mit seinem Freikorps die Franzosen in Bedrängnis bringt. Seit seiner Hilfe bei der Verteidigung Kolbergs 1807 gilt Ferdinand von Schill ohnehin als Held. Ja, Beneke nennt ihn sogar „christusähnlich“. Als die Nachricht von Schills Tod im Kampf Hamburg erreicht, trauert der Tagebuchschreiber um seinen Helden, doch sieht der nüchterne Politiker und Advokat im Tod des Patrioten zugleich die Möglichkeit einer großen Erzählung, die Deutschlands Befreiung und Einigung befördern könnte:</div><div><br></div><div>„Eins freut mich: er hat groß geendet, er ist nun für Deutschland gestorben, der Erste; sein Name und sein Blut werden Dich wecken, Germania! und das Bruderband schlingen um alle Deutsche; und aus Schills Tode wird einst das Leben eines grossen Volks erstehen.“</div><div><br></div><div class="imHeading4">Hamburgs Todesurteil</div><div>Der selbstbewusste Bürger Ferdinand Beneke vermag weder ohne Familie, noch ohne freies Vaterland zu existieren, beides gehört für ihn wie der innere Sinn und die äußere Form zusammen. Nach der Niederlage der Österreicher und dem Tod Schills endet das Jahr 1810 für ihn mit einer großen Zumutung, die ein Leben gemäß seiner Überzeugungen in Frage stellt. Er nennt es den „Abgrund“. Hamburg wird dem französischen Kaiserreich einverleibt:</div><div><br></div><div>„So ist Hamburgs TodesUrteil ausgesprochen. Wir sollen aufhören, nicht bloß Hamburger zu seyn, sondern auch Deutsche. (...) Und je mehr ich darüber nachdenke, desto fester wird meine Ueberzeugung, dieser unnatürliche Zustand der Dinge werde von gar kurzer Dauer seyn. Ja, schon längst Hamburgischem wie allem Partikular und Lokalwesen entfremdet, gewinne ich dieser Katastrophe sogar eine gute Seite ab, sofern sie mithelfen kann, durch Einigung der abgestorbnen Teile in großen Maßen den Weg zu bahnen, auf welchem wir Deutsche endlich zu dem Ziele der Nazionalität gelangen. (...) Wie, wenn wir nun nie ohne fremde Gewalt dahin gekommen wären? (...) Wie, wenn diese nun in Frankreichs Gewalt zerdrückten todten Maßen einst zu teutschem Leben erständen, und dann in Bekämpfung fremder Despotie anfangs unwillkührlich – bald aber willkührlich, – eins würden? – Schöner Gedanke des Trostes!“</div><div><br></div><div>Das Tagebuch dokumentiert die Entstehung des liberalen Denkens in Deutschland. Dieser liberale und zivile Geist, der sich im Diarium Ferdinand Benekes sowohl im Politischen als auch im Privaten zeigt, wird Jahre später in die Paulskirche einziehen und die demokratische Tradition Deutschlands mitbegründen. (Klaus-Rüdiger Mai)</div><div><br></div><div>Quelle: <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/ferdinand-benekes-tagebuecher-ein-empfindsamer-patriarch.1270.de.print?dram:article_id=455918" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://www.deutschlandfunkkultur.de/ferdinand-benekes-tagebuecher-ein-empfindsamer-patriarch.1270.de.print?dram:article_id=455918', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">https://www.deutschlandfunkkultur.de/ferdinand-benekes-tagebuecher-ein-empfindsamer-patriarch.1270.de.print?dram:article_id=455918</a><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 09 Aug 2019 23:51:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Titel Kulturmagazin – Eine Quelle ersten Ranges]]></title>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000008"><div class="imTAJustify"><div><div>Edition der Beneke-Tagebücher</div><div>Wenn ein bedeutender Zeitzeuge über fünf Jahrzehnte hinweg tagtäglich Aufzeichnungen über seine Erlebnisse, Begegnungen und Überlegungen macht, so ist das schon ungewöhnlich genug und verdient allergrößte Beachtung. Ist dieser Tagebuchschreiber aber dazu noch ein einflussreicher Jurist und Politiker, so darf man von seinen Notaten gewichtige Aufschlüsse nicht nur über seine Person, sondern mehr noch über seine ganze Epoche erwarten. Das ist in der Tat der Fall bei Ferdinand Beneke (1774-1848), dem in Hamburg wirkenden Juristen und überzeugten Republikaner, dessen gewaltiges Tagebuchwerk bereits in zwei Buchkassetten vorliegt und jetzt vom Wallstein Verlag um eine weitere Sektion ergänzt worden ist. Von</div><div>PETER ENGEL</div></div><div><br></div><div><br></div><div>In den acht neuen Bänden geht es um den Zeitraum von 1802 bis 1810, der ganz im Zeichen von Napoleons Machtpolitik stand und für Hamburg die Besetzung durch französische Truppen mit entsprechenden Drangsalierungen bedeutete. Die politischen Ereignisse in jener Dekade brachten Beneke in engen Kontakt mit preußischen Patrioten und Reformern, mit denen er – aus französischer Sicht – teilweise sogar in konspirativer Verbindung stand. Aber nicht nur die große Politik beschäftigte ihn in jenen Jahren intensiv, auch sein privates Glück stand auf dem Spiel, denn er hatte nach den Höhen und Tiefen einer unerfüllten Liebe endlich heiraten und einen eigenen Hausstand gründen können.</div><div>In den buchstäblich täglich geführten Notizen, die mitunter auch sehr ausführlich sind, erlebt man den Juristen und Familienvater bei seinen täglichen Verrichtungen, wobei das Private und das öffentliche Wirken eine bunte und sich gegenseitig bedingende Mischung eingehen. Die Aufzeichnungen sind damit nicht nur eine Quelle ersten Ranges für die Hamburger Stadtgeschichte, sondern nicht minder interessant für die deutsche Kulturgeschichte jener Zeit überhaupt und spiegeln in dieser Doppelfunktion das gehobene Bürgertum, das sich seiner gesellschaftlichen Bedeutung zunehmend bewusster wird.</div><div><br></div><div>Quelle: <span class="fs11lh1-5"><a href="https://titel-kulturmagazin.net/2019/07/31/tagbuecher-edition-der-beneke-tagebuecher/" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://titel-kulturmagazin.net/2019/07/31/tagbuecher-edition-der-beneke-tagebuecher/', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">titel Kulturmagazin </a></span></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 00:35:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Hamburger Morgenpost – Historischer Schatz - Diese Tagebücher erlauben eine Zeitreise ins alte Hamburg]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000A">Auf all diese Fragen gibt es jetzt erstmals eine Antwort. Und das haben wir einem Menschen zu verdanken, der schon 171 Jahre tot ist. Doch er hat uns den Gefallen getan, von seinem 18. Lebensjahr an Tagebuch zu führen – 56 Jahre lang bis zu seinem Ableben.<div><br></div><div>Ferdinand Beneke: Für den Leser der Chronik ist es so, als würde er an der Seite dieses 1774 geborenen Mannes alles miterleben, vom Sturm auf die Bastille bis fast zur Märzrevolution 1848. Und als würde er all seine Gefühle teilen: Hoffnung, Freude, Sorgen und auch Liebeskummer. Sogar bei Benekes Bordellbesuchen ist der Leser mit dabei.</div><div><br></div><div>Die Beneke-Tagebücher sind ein kulturhistorisch einzigartiger Schatz. Das wissen Historiker schon lange. Jetzt können auch Laien darin blättern. Nicht in den Originalen, die im Staatsarchiv lagern. Nein, die sind viel zu wertvoll, das Papier viel zu brüchig als dass jedermann sie anfassen sollte. Aber im Auftrag von Jan Philipp Reemtsmas „Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur“ ist seit 2001 eine Gruppe von sieben Historikern und Leitung von Frank Hatje und Ariane Smith dabei, Seite für Seite, Band für Band zu editieren.</div><div><br></div><div><br></div><div>Soeben hat der Wallstein-Verlag den zweiten Teil herausgebracht, nachdem der erste und der dritte schon früher erschienen waren. Damit liegen jetzt Benekes Tagebücher von 1792 bis 1816 lückenlos vor. Schon jetzt sind das 11.000 Seiten. Und wenn der vierte Teil Ende 2020, Anfang 2021 ebenfalls auf dem Markt ist, werden es annähernd 15.000 Seiten sein, verteilt über mehr als 20 Bände.</div><div><br></div><div class="imHeading4">Die Geshichte Hamburgs auf 15.000 Tagebuch-Seiten</div><div>Das klingt, als könne das ein einzelner Mensch kaum bewältigen. Aber wer einmal mit dem Lesen beginnt, der hört nicht mehr auf. Wobei nicht ratsam ist, Benekes Tagebücher zu lesen wie einen Roman, nicht Seite für Seite. Manchmal gibt es furchtbar langweile Einträge, die sich in Oberflächlichkeiten erschöpfen: Da beschreibt Beneke bloß, wie das Wetter war, wie viele Stunden er gearbeitet und mit wem er anschließend beim Tee zusammengesessen hat. Daneben gibt es aber viele mitreißende Stellen, die so lebendig sind wie ein historischer Roman.</div><div><br></div><div><br></div><div><span class="fs11lh1-5">Da ist beispielsweise der 20. Mai 1813. Ein Donnerstag. Von der Veddel schießen Napoleons Soldaten mit ihren Kanonen, wollen die Stadt zurückerobern. „Mit widerlichem Gepfeiffe durchschnitten Kugeln aller Art die Luft, u. feurige Linien bezeichneten die Bahn der Haubitzen“, so Beneke. Er hat Angst um seine Frau Caroline. „Als das Bombardement plötzlich losbrach, u. eine Bombe schon Nachbars Haus traf, hat sie sich mit Fritz (das ist der Sohn) eiligst zu Fuß nach Altona begeben, u. Gott hat sie vor Unglück bewahrt.“</span><br></div><div><br></div><div>Kurz darauf wird die Stadt kapitulieren, Beneke nach Rellingen fliehen und dort auf das Ende der napoleonischen Herrschaft warten.</div><div><br></div><div class="imHeading4">Ferdinand Beneke wird am 1. August 1774 in Bremen geboren</div><div>Ferdinand Beneke wird am 1. August 1774 in Bremen geboren. Sein Vater ist ein gut situierter Kaufmann. Bürgerliche Ideale prägen seine Erziehung: Er wird erst von einem Hauslehrer unterrichtet, besucht später ein Gymnasium, erlernt Reiten, Fechten, Tanzen, Musizieren und beginnt 1790 ein Studium der Rechts- und Kameralwissenschaften, das ihn nach Rinteln, Halle und Göttingen führt, wo er promoviert.</div><div><br></div><div>Während der Koalitionskriege belagern russische Truppen das von Franzosen besetzte Hamburg. Beneke kehrt im Mai 1814 gemeinsam mit der Hanseatischen Legion in die Stadt zurück. Es gibt einen triumphalen Empfang.</div><div>Während der Koalitionskriege belagern russische Truppen das von Franzosen besetzte Hamburg. Beneke kehrt im Mai 1814 gemeinsam mit der Hanseatischen Legion in die Stadt zurück. Es gibt einen triumphalen Empfang.</div><div><br></div><div><span class="fs11lh1-5">Als 18-jähriger Student beginnt er mit dem Schreiben seines Tagebuchs. Etwas für die Nachwelt zu hinterlassen, auf diese Weise unsterblich zu werden, ist damals durchaus modern. Er selbst erklärt seine Entscheidung, sein Leben niederzuschreiben, so: „Nicht immer ist man in der Lage, alle größeren, und geringeren Begebenheiten seines Lebens treuen Freunden mittheilen zu können. Entfernung ist gemeiniglich Schuld daran. Was hilft mir aber mein Glück, wenn ich nicht Jemanden sagen kann: Siehe! Ich bin glücklich.“</span><br></div><div><br></div><div class="imHeading4">Beneke ist Zeitzeuge der Französischen Revfolution</div><div>Wie viele Zeitgenossen seines Alters ist er als junger Mann begeistert von der Französischen Revolution. Er wünscht sich eine solche Erhebung der Massen auch in den deutschen Landen. „Schade überhaupt, daß von uns die Guillotinezeit noch so fern ist, wo der Unterdrückte vor dem Richterstuhl seiner Nation klagen und sein Wehe über die verruchten Usurpateures aller Volksgewalten rufen darf“, schreibt er. Nicht nur im Tagebuch, auch sonst scheint er mit seiner Meinung nicht hinterm Berg zu halten, denn er schreibt, er gerate schon in den Ruf, „ich sey ein Jacobin“.</div><div><br></div><div>Beneke hasst die Monarchie, hasst Preußen und erwägt auszuwandern – nach Frankreich oder gleich Nordamerika. Er schreibt sogar einen Brief an Thomas Jefferson und George Washington, in dem es heißt, er möchte gerne „ein guter Bürger America’s“ sein. „Ach denken Sie daran, daß eine abschlägige Antwort einem redlichen Weltbürger die einzige Aussicht raubt, glücklich zu werden.“</div><div><br></div><div class="imHeading4">Hamburg hat damal bloß 130.000 Einwohner</div><div>Aber er wird kein Franzose, kein Amerikaner, er wird Hamburger. Hamburg, damals das Zuhause von 130.000 Menschen, ist wie gemacht für Beneke. Als er 1796 Einzug hält, schreibt er begeistert: „Da lag sie vor mir, meine künftige Vaterstadt, in ihrer ganzen venezianischen Pracht. Welch ein Anblick, als wir die zahllosen Schiffsreihen vorbeyfuhren, das Gewimmel dieser kosmopolitischen Wasserstadt ansahen, die verschiedenen Sprachen hörten ... Wir fuhren durch den Hafen. Legen beym Baumhaus an. Ich springe an Land – Republikanischer Boden! Mein Vaterland!!“</div><div><br></div><div>Beneke, dessen Vater sich verspekuliert und sein Unternehmen verloren hat, ist mittellos, als er in Hamburg ankommt. Aber der junge Mann hat schnell raus, wie er Beziehungen aufbaut und sie für den persönlichen Aufstieg nutzt. Beneke ist – so würden wir heute sagen – ein Netzwerker. Schon in den ersten vier Beneke-Bänden begegnen dem Leser innerhalb von nur zehn Jahren und 2800 Buchseiten rund 5700 Personen – einflussreiche Hamburger Kaufleuten genauso wie berühmte Schriftsteller und Philosophen. In Zeiten ohne Facebook, Internet und Telefon vergeht kein Tag, an dem es nicht etliche persönliche Begegnungen gibt.</div><div><br></div><div><br></div><div>Beneke weiß genau, in welchen elitären Institutionen er Mitglied werden muss, um in der Nähe derjenigen zu sein, die in der Stadt die Entscheidungen treffen. Schnell wird er Mitglied der berühmten Patriotischen Gesellschaft, auch Ehrenämter nimmt er gerne an, wird beispielsweise Armenpfleger in der Armenanstalt. Dies ist einerseits Ausdruck eines ausgeprägten sozialen Gewissens. Andererseits weiß er, dass solches Engagement nach und nach belohnt wird „durch manche dadurch erworbene Bekanntschaft“.</div><div><br></div><div>Beneke und die Frauen – ein spezielles Thema. 1796 vertraut er seinem Tagebuch in Geheimschrift an, dass er ein Bordell besucht hat: „Abends bey einem schönen Mädchen. Die erste Schäferstunde seit 2 Jahren und die sechste meines Lebens“, so der damals 22-Jährige. Mehreren jungen Damen macht er den Hof. Richtig dramatisch wird es, als sich Beneke in Wilhelmine Charlotte de Chaufepié verliebt, die aber ausgerechnet die Verlobte seines Freundes Johann Jakob Rambach ist. Eine Ménage-à-trois, die ihm so sehr das Herz bricht, dass er sogar mit seinen Tagebuchaufzeichnungen aussetzt – das einzige Mal in 56 Jahren: „Der bloße Anblick des Tage-Buchs entsetzt mich.“</div><div><br></div><div>Zum Helden wird Beneke während der Franzosenzeit, die 1806 mit dem Einmarsch napoleonischer Truppen beginnt</div><div>Benekes Hoffnung, eine Frau zu finden und eine Familie zu gründen – das ist sein höchstes Ziel –, geht dann aber doch noch in Erfüllung. Mit Caroline Beneke bekommt er sechs Kinder. Er ist ein liebevoller Vater, ein guter Ehemann und ein angesehener Anwalt.</div><div><br></div><div>Zum Helden wird Beneke während der Franzosenzeit, die 1806 mit dem Einmarsch napoleonischer Truppen beginnt und ihren Höhepunkt 1811 erreicht, als die Stadt sogar der französischen Republik einverleibt wird. Beneke, der einst die Ideale der Französische Revolution hochhielt, wird zum Napoleon-Hasser und zu einem eingefleischten Patrioten, der es ablehnt, in irgendeiner Weise mit den Besatzern zu kollaborieren. 1813 nimmt er als Angehöriger der Bürgerwehr an der Befreiung Hamburgs teil, und als die Franzosen sie bald darauf zurückerobern, flieht er aus der Stadt. Beneke wird Mitglied des Hanseatischen Directoriums, einer Art Exilregierung, die sich auf die Zeit danach vorbereitet.</div><div><br></div><div>Während einer monatelangen Belagerung durch russische Truppen leidet die Stadt im Winter 1814/14 schwer. Die Franzosen brennen die Vorstädte nieder, um freies Schussfeld zu haben. Beneke ist entsetzt. Er reist nach St. Pauli und berichtet seinem Tagebuch: „Mit blutendem Herzen alle Verwüstungen gesehen.“ Der Hamburger Berg ist eine einzige Trümmerwüste. Kein Haus steht mehr.</div><div><br></div><div>Groß ist Benekes Freude, als die französischen Truppen am 31. Mai 1814 abziehen. „Endlich Einzug durch das Thor, – u. nun goß sich ein heißer Strom des Entzückens durch meine Adern...“, schreibt er über den die Rückkehr der Hanseatischen Bürgergarde. „Des Volkes Jubel war ungeheuer. Wir wurden mit Kränzen fast erstickt, Blumen regneten aus allen Fenstern.“ Freudenschüsse. Hurra-Rufe. Musik und Trommeln. „Es war der tollste Lärm, den ich je hörte.“</div><div><br></div><div class="imHeading4">171 Jahre ist Ferdinand Beneke jetzt tot - dank seiner Tagebücher lebt er weiter</div><div>Nach Ende der Franzosenzeit macht Beneke Karriere. Sogar als Senator ist er im Gespräch. Immerhin wird er 1816 Oberaltensekretär und sogenannter Konsulent der Bürgerschaft, was ihn sehr einflussreich macht. Tagebuch schreibt er weiter. Kurz vor seinem Tod diktiert er seinem Sohn, was er zu sagen hat. Am 1. März 1848 stirbt Beneke. Zwei Tage, bevor die bürgerliche Revolution auch Hamburg erreicht. Wir wissen nicht, was er dazu gesagt hätte.</div><div><br></div><div>171 Jahre ist Ferdinand Beneke jetzt tot. Dank seiner Tagebücher lebt er weiter. Unsere Empfehlung: dringend lesen!</div><div><br></div><div>Quelle: <a href="https://www.mopo.de/hamburg/historisch/historischer-schatz-diese-tagebuecher-erlauben-eine-zeitreise-ins-alte-hamburg-32887732" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://www.mopo.de/hamburg/historisch/historischer-schatz-diese-tagebuecher-erlauben-eine-zeitreise-ins-alte-hamburg-32887732', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">Hamburger Morgenpost</a></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 24 Jul 2019 02:42:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Lesung – Die Geschichte meines Lebens, Jurist Ferdinand Beneke]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000C"><div><span class="fs11lh1-5"><span class="cf1">Der vor allem in Hamburg tätige Jurist Ferdinand Beneke hat von 1792 bis 1848 tagtäglich Tagebuch geführt. Seine handschriftlichen Notizen, die im Hamburger Staatsarchiv aufbewahrt wurden und unter Historikern lange als Geheimtipp galten, werden seit 2001 nun von einem inzwischen 8-köpfigen Editions-Team aufgearbeitet, ein „irrwitziges Unternehmen“ , das von der „Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur" finanziert wird. In Buchform erschienen sind bisher die Tagebücher der Jahre 1792 bis 1801 und 1811 bis 1816. In Kürze erscheinen die Jahre 1802 bis 18010. Abschließend folgen die Jahre 1817 bis 1848.</span><br></span></div><div class="imHeading2"><div><span style="font-weight: normal;" class="fs11lh1-5">Was dieses Tagebuch spannend und einzigartig macht, ist:</span></div><div><span style="font-weight: normal;" class="fs11lh1-5">erstens die unglaubliche Strecke von 50 Jahren, in der Beneke kontinuierlich seinen Alltag beschreibt,</span></div><div><span style="font-weight: normal;" class="fs11lh1-5">zweitens, die Zeitspanne, die er dokumentiert und die von der Französischen Revolution bis 1848 reicht,</span></div><div><span style="font-weight: normal;" class="fs11lh1-5">drittens, dass Ferdinand Beneke uns damit den Alltag eines gebildeten Bürgers und seines Umfelds vor Augen führt, also nicht den eines Adeligen, eines Gelehrten oder gar eines Monarchen, sondern eines Menschen wie Du und Ich und - viertens - die beachtliche literarische Qualität seiner Texte.</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span style="font-weight: normal;" class="fs11lh1-5">Die bisher edierten Tagebücher sind in zwei Kassetten im Wallstein Verlag erschienen:</span></div><div><span style="font-weight: normal;" class="fs11lh1-5">Die Geschichte meines Lebens I, 1792 bis 1801</span></div><div><span style="font-weight: normal;" class="fs11lh1-5">Die Geschichte meines Lebens III, 1811 bis 1816</span></div><div><span style="font-weight: normal;" class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span style="font-weight: normal;" class="fs11lh1-5">Quelle: </span><span style="font-weight: normal;" class="fs11lh1-5"><a href="https://www.dorfstadt.de/verzeichnis/event/632" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://www.dorfstadt.de/verzeichnis/event/632', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">Dorfstadt</a></span></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 25 Sep 2018 03:01:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Hörspiel DAS BENEKE-PROJEKT ]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000016">Ferdinand Benekes einzigartige Aufzeichnungen von 1792 bis 1848 sind seit langem ein Geheimtipp, der nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wird: Anschaulicher als Geschichtsbücher es je könnten, spiegeln sie die bis heute nachwirkende Epoche bürgerlicher Kultur und Geschichte Deutschlands zwischen der Französischen Revolution und dem Vormärz 1848 wider und sind zudem von beachtlicher literarischer Qualität.<div>Dieses Hörbuch enthält auf 3 CDs eine akustische Collage mit Ausschnitten aus Benekes Tagebüchern, gelesen von Jan Philipp Reemtsma, präsentiert von Gerd Wameling, sowie auf weiteren 3 CDs Hörspiele mit Matthias Brandt, Lisa Hrdina und vielen anderen bekannten Schauspielern. Musikalische Begleitung: Jens Thomas.</div><div><br></div><div><img class="image-0" src="http://www.beneke-edition.de/images/hoerspiel_cover.jpg"  title="" alt="" width="540" height="486" /><br></div><div><br></div><div><hr><img class="image-1" src="http://www.beneke-edition.de/images/HoffmannUndCampe-Logo.png"  title="" alt="" width="142" height="78" /></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 16 Nov 2017 23:57:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Radio Bremen – Hörspiel im Museum: „Die Geschichte meines Lebens. Die Tagebücher Ferdinand Benekes von 1792-1848“]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000013"></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 14 Mar 2017 07:33:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Deutschlandfunk – Eine Lange Nacht über Ferdinand Beneke]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000005"><div class="imTACenter"><img class="image-0" src="http://www.beneke-edition.de/images/Eine-Lange-Nacht-ueber-Ferdinand-Beneke--Die-Geschichte-meines-Lebens-.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 14 Jan 2017 00:47:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Deutschlandfunk – Tagebücher 1811 bis 1816 – Gefühle und Gedanken eines Hamburger Juristen]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000007"><div class="imTACenter"><img class="image-0" src="http://www.beneke-edition.de/images/Tagebuecher-1811-bis-1816---Gefuehle-und-Gedanken-eines-Hamburger-Juristen--Archiv---1--001.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><img class="image-1" src="http://www.beneke-edition.de/images/Tagebuecher-1811-bis-1816---Gefuehle-und-Gedanken-eines-Hamburger-Juristen--Archiv---1--002.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><img class="image-2" src="http://www.beneke-edition.de/images/Tagebuecher-1811-bis-1816---Gefuehle-und-Gedanken-eines-Hamburger-Juristen--Archiv---1--003.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><img class="image-3" src="http://www.beneke-edition.de/images/Tagebuecher-1811-bis-1816---Gefuehle-und-Gedanken-eines-Hamburger-Juristen--Archiv---1--004.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 12 Jun 2016 23:55:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Zeit online – Ein schwärmerischer Bürger ]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000E"><div class="imTACenter"><img class="image-0" src="http://www.beneke-edition.de/images/Ein-schwaermerischer-Buerger-001.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><img class="image-1" src="http://www.beneke-edition.de/images/Ein-schwaermerischer-Buerger-002.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 09 Jun 2016 04:30:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Leben und Ansichten des Ferdinand Beneke, Dr. – Die Tagebücher 1811-1816]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000B"><div class="imHeading4">Ort</div><div><span class="fs11lh1-5">Patriotische Gesellschaft von 1765<br>Trostbrücke 4<br>20457<br>Hamburg (Altstadt)</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Quelle: <a href="Patriotische Gsellschaft <https://www.kulturlotse.de/event/leben-und-ansichten-des-ferdinand-beneke-dr-die-tagebcher-2985320940393044181>" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'Patriotische Gsellschaft <https://www.kulturlotse.de/event/leben-und-ansichten-des-ferdinand-beneke-dr-die-tagebcher-2985320940393044181>', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">Patriotische Gesellschaft</a></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 05 Apr 2016 02:58:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Nominiert für den Hörspielpreis der ARD und für den ARD Online Award]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001A"><div class="imHeading4">Teil 1: Die Jahre 1792 bis Anfang 1794</div><div>1774 war das Geburtsjahr des Bremer Kaufmannssohns Ferdinand Beneke. Er wurde Chronist seiner Zeit: Von 1792 bis in sein Todesjahr 1848 schrieb er auf, was er erlebte, dachte und fühlte - und das Tag für Tag. Er dokumentierte nicht nur die bedeutenden historischen Veränderungen, die Europa seinerzeit gesellschaftlich grundsätzlich umstrukturierten (Französische Revolution, Wiener Kongress etc.); seine gewissenhaften Selbstbeobachtungen und Gedanken spiegeln ebenso detailfreudig wie originell die privaten Lebensverhältnisse des erstarkenden Bürgertums vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts wider. Der erste Teil des auf mehrere Folgen angelegten Hörspielprojektes umfasst Ferdinand Benekes Entwicklung in den Jahren 1792 - 1794: Beginn des Jurastudiums in Halle/Saale, Freimaurertum, Reisen in die Städtchen Zerbst oder Minden. Er ist ein Einzelgänger, durchs Dasein getrieben, Pflichten prägen sein Leben und die alles bestimmende Frage: "Was will ich sein?". Er zeigt sich bereits in jungen Jahren als ein Mann von Bildung, Manieren und Grundsätzen, dabei überaus gefühlsbestimmt, obwohl er sich selbst doch als "fühllos" beschrieb.</div><div><br></div><div>Die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur hat die hinterlassenen Tagebuchmappen ediert. Die ersten vier der auf 20 Bände angelegten Lebensgeschichte Ferdinand Benekes wurden 2013 im Wallstein-Verlag veröffentlicht.</div><div><br></div><div><div class="imHeading4">Die Autorin</div><div><em><strong><b>Charlotte Drews-Bernstein</b></strong>, lebt und arbeitet in Hamburg als Drehbuchautorin, Rundfunkautorin und Regisseurin.</em></div><div><em>Geboren in Hamburg, nach Lehrtätigkeit am Goethe-Institut in Teheran und nebenberuflicher Hörfunkkorrespondenz für den NDR/SFB, 1963 Ausbildung zur Radio-Autorin im Nachwuchsstudio des Norddeutschen Rundfunks (Leitung: Axel Eggebrecht), im Anschluss daran Mitarbeit in der NDR-Familienredaktion und im NDR-Schulfunk (u. a. Autorin für die Hörspielreihe “Neues aus Waldhagen”, Feature-Autorin für die Reihe “Wege des Welthandels” und “Natur und Technik”), Autorin zahlreicher Hörspielbearbeitungen für die deutschsprachigen Programme der Skandinavischen Rundfunkanstalten, Feature-Autorin, Drehbuchautorin (Fernsehspiel).</em></div></div><div><em><br></em></div><div><span class="fs11lh1-5">Quelle:</span><i> </i><a href="ARD <http://www.ard.de/home/radio/Die_Geschichte_meines_Lebens/2206454/index.html>" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'ARD <http://www.ard.de/home/radio/Die_Geschichte_meines_Lebens/2206454/index.html>', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink"><span class="fs11lh1-5">A</span><span class="fs11lh1-5">RD</span></a></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 16 Jan 2016 00:23:00 GMT</pubDate>
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			<link>http://www.beneke-edition.de/blog/?nominiert-fuer-den-hoerspielpreis-der-ard-und-fuer-den-ard-online-award</link>
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			<title><![CDATA[Buchpräsentation – Ferdinand Beneke: Die Tagebücher I (1792-1801)]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000010">Die Tagebücher des Hamburger Juristen Ferdinand Beneke (1774 – 1848) spiegeln die Geschichte des deutschen Bürgertums zwischen der Französischen Revolution und der Märzrevolution 1848 in einer geradezu enzyklopädischen Breite. Sie gehören zu den umfassendsten und fesselndsten Dokumenten zur Kultur und Lebenswelt des Bürgertums zwischen Französischer Revolution und Vormärz. Ferdinand Beneke führte von 1792 bis 1848 täglich und detailreich Tagebuch, registrierte politische Ereignisse, reflektierte Zeitströmungen, rezipierte die aktuelle Literatur und beschrieb Alltag und gesellschaftliches Leben. Überdies fügte er seinen Tagebüchern unzählige Beilagen, Briefwechsel und Manuskripte hinzu.Die erste Kassette mit Tagebüchern, die im Herbst letzten Jahres erschienen ist, umfasst die Jahre 1792-1801. Beneke promovierte ab 1795 in Göttingen, und so enthalten die bisher edierten Teile des Tagebuchs auch Einblicke in das Göttinger (Studenten)leben vor mehr als 200 Jahren.<br><br>Jan Philipp Reemtsma liest Auszüge aus diesem einzigartigen Dokument und Frank Hatje gibt eine Einführung zu Beneke und seiner Zeit.<div><br></div><div>Quelle: <span class="fs11lh1-5"><a href="https://www.uni-goettingen.de/de/ferdinand+beneke+--+die+tageb%C3%BCcher+i/432043.html" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://www.uni-goettingen.de/de/ferdinand+beneke+--+die+tageb%C3%BCcher+i/432043.html', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">Uni Göttingen </a></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 15 May 2015 06:17:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Philipp Reemtsma und Frank Hatje stellen Tagebuch-Edition vor]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000001B">Göttingen<div>Nicht nur dieser Saal war gefüllt mit gespanntem Publikum, auch in einen Nebenraum wurde die anstehende Lesung aus den Tagebüchern des Hamburger Juristen Ferdinand Beneke (1774-1848) übertragen. Der erste Teil der Tagebücher ist im Göttinger Wallstein Verlag erschienen.</div><div><br></div><div><span class="fs11lh1-5">Von einer Inszenierung zu sprechen, war durchaus treffend. Denn neben dem Historiker Frank Hatje (Universität Hamburg) war auch Prof. Jan Philipp Reemtsma (Hamburger Institut für Sozialforschung) nach Göttingen gekommen.</span><br></div><div><br></div><div>In einem gut getakteten Ping-Pong-Spiel warfen die beiden sich Auszüge aus den Tagebuchaufzeichnungen und erläuternde Vortragspassagen zum historischen Hintergrund und der Arbeit der Editoren zu. Während Hatje aus seiner Perspektive als Editor sprach, lieh Reemtsma Ferdinand Beneke seine Stimme.</div><div><br></div><div>Der erste Teil der Tagebücher umfasst die von massiven gesellschaftlichen Umbrüchen geprägte Zeit von 1792 bis 1801 und beinhaltet auch Passagen zu Benekes Studium in Göttingen. Die waren natürlich ein gefundenes Fressen und Aufhänger für den Abend. Und siehe da: Das Studentenleben damals und heute – sie unterschieden sich gar nicht so sehr.</div><div><br></div><div class="imHeading4">Mensch im Alltag</div><div><br></div><div>Spaziergänge auf dem Wall, Treffen mit Freunden, Lesen in einer Nische der Bibliothek, bissige Kommentare zu Professoren und Mitstudierenden – und die Pfeife zum Entspannen am Abend. Auch wenn letztere heute wohl eher selten genutzt wird: In den Texten kommt einem ein Mensch mit seinem Alltag, mit seinen Gedanken zu Banalitäten bis zu philosophischen Themen nah.</div><div><br></div><div>Durch seinen mal einfühlsamen, mal kraftvollen und auch mal augenzwinkernden Lesestil tat Reemtsma sein Bestes, um diesen Blick über die Schulter der historischen Figur zum Blick über die Schulter eines echten Menschen zu machen.</div><div><br></div><div>Ein Blick, der auf viel noch heute Bekanntes stößt, etwa auf die Beschreibung einer Besichtigungstour durch Kassels Schloß Wilhelmshöhe, wo die Touristen fast die gleichen seltsamen Fragen stellten, wie sie es heute wohl auch noch tun.</div><div><br></div><div>Vor dem inneren Auge des Publikums entstand an diesem Abend mit einfachen Mitteln das lebendige Bild eines Menschen und seiner Zeit – das nennt man wohl eine gelungene Inszenierung.</div><div><br></div><div>Von Isabel Trzeciok</div><div><br></div><div>Quelle: <span class="fs11lh1-5"><a href="https://www.goettinger-tageblatt.de/Campus/Goettingen/Philipp-Reemtsma-und-Frank-Hatje-stellen-Tagebuch-Edition-vor" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://www.goettinger-tageblatt.de/Campus/Goettingen/Philipp-Reemtsma-und-Frank-Hatje-stellen-Tagebuch-Edition-vor', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" onmouseover="x5engine.imTip.Show(this, { text: '&amp;lt;img src=&quot;http://www.beneke-edition.de/files/goettinger-tageblatt.png&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;width: 50%;&quot;/&amp;gt;&amp;lt;div&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;', width: 180});" class="imCssLink">Göttinger Tageblatt</a></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 23:02:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Süddeutsche – Augsteins Auslese]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000D"><div><span class="fs11lh1-5">Quelle: </span><span class="fs11lh1-5"><a href="https://www.sueddeutsche.de/kultur/augsteins-auslese-ferdinand-beneke-die-tagebuecher-i-1792-1801-1.1607205" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://www.sueddeutsche.de/kultur/augsteins-auslese-ferdinand-beneke-die-tagebuecher-i-1792-1801-1.1607205', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" onmouseover="x5engine.imTip.Show(this, { text: '&amp;lt;img src=&quot;http://www.beneke-edition.de/files/sueddeutsche.png&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;width: 50%;&quot;/&amp;gt;&amp;lt;div&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;', width: 180});" class="imCssLink">Süddeutsche Zeitung</a></span><br></div></div><a href="https://sz.de/1.1607205?jwsource=cl">https://sz.de/1.1607205?jwsource=cl</a>]]></description>
			<pubDate>Mon, 25 Feb 2013 04:56:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[FAZ – Vaterland! Gott! Welch eine Fülle von Empfindungen!]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="http://www.beneke-edition.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000F"><div><div>„Einen reellen Gegenstand zur beständigen Mittheilung zu finden, ist wohl schweer. ich behelfe mich mit einem eingebildeten: meinem Tagebuch. An jedem Abend vertraue ich, ehe ich zu Bette gehe, bey der letzten traul. Pfeiffe, diesem geduldigen Empfänger die Leiden, u. Freuden des verlebten Tages. O wie so süs ist dann eine doppelt angenehme Wiederholung des genossenen Guten! Und wie sehr erleichtert sich mein Herz durch Expektorazion, wenn Leiden es drücken.“</div><div>Zwanzig Jahre alt ist Ferdinand Beneke, als er diese Zeilen 1794 in seinem „Tagebuch der Geschichte meines Lebens“ notiert. Begonnen hat er mit den Aufzeichnungen im Juni 1792. Fortführen wird er sie bis kurz vor seinem Tod im Jahre 1848, und zwar Tag für Tag. Über einen Zeitraum von sechsundfünfzig Jahren schreibt er mehr als fünftausend Seiten. Hinzu fügt er Beilagen in Form von Briefen, Notizen und Memorabilien. Sie summieren sich auf weitere etwa siebentausend Seiten.</div><div>Als Beneke stirbt, hinterlässt er einen Textcorpus aus losen Blättern, der zu den umfangreichsten Zeugnissen der Kultur des deutschen und europäischen Bürgertums zwischen der Französischen Revolution und der Märzrevolution des Jahres 1848 gehört. Sechsundzwanzig große Mappen voller „Oral History“. Ein Fundus von enzyklopädischen Ausmaßen.</div><div><br></div><div>Einflussreiches Beziehungsgeflecht</div><div>Wer ist der unermüdliche Diarist? Beneke wird am 1. August 1774 in Bremen geboren. Er stammt aus einer gutsituierten Kaufmannsfamilie. Bürgerliche Ideale bestimmen seine Erziehung. Anfangs wird er von einem Hauslehrer unterrichtet, später besucht er das Gymnasium. Er lernt Reiten, Fechten, Tanzen, Musizieren. 1790 nimmt er das Studium der Rechts- und Kameralwissenschaften auf. Es führt ihn über die Universitäten von Rinteln und Halle zur Promotion nach Göttingen.</div><div class="imTACenter"><aside></aside></div><div>Das Herz des jungen Mannes schlägt für die Ziele der Französischen Revolution. Kein Wunder, dass Beneke der Referendardienst bei der preußischen Provinzialregierung in Minden da zum Graus wird. Anfangs erwägt er auszuwandern; nach Frankreich oder Amerika. Dann jedoch beschließt er, sein Glück in Hamburg zu suchen. Am 14. Februar 1796 erreicht er das rechte Elbufer: „Ich springe ans Land - Republikan. Boden! Mein Vaterland! Gott! Welch eine Fülle von Empfindungen! (...) Victoria!“</div><div>Beneke wird Advokat. Makellose Umgangsformen, einflussreiche Studienfreunde und ein wohlklingender Doktortitel helfen ihm, ein engmaschiges Beziehungsgeflecht zu spinnen. Es trägt ihn in einflussreiche Kreise der Hansestadt. Schon Anfang 1797 wird er Mitglied der „Patriotischen Gesellschaft“. Bald darauf leistet er den Bürgereid. Erste Ehrenämter werden ihm angetragen. Er wird Armen- und Schulpfleger sowie Richter am Niedergericht.</div><div><br></div><div><aside></aside></div><div>Keine Angst vor dem „Ich“</div><div>1806 okkupieren französische Truppen Hamburg. Beneke zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück. Die einstige Bewunderung für Napoleon ist der Verachtung für des „Kaisers“ Verrat an der Republik gewichen. Er verweigert die Kollaboration mit den Besatzern. Erst nach der Befreiung seiner Wahlheimat tritt er wieder öffentlich in Erscheinung. Inzwischen hat er geheiratet und eine Familie gegründet.</div><div>1816 wählt man ihn zum Sekretär der Oberalten, eines Kollegiums der Erbgesessenen Bürgerschaft. Jetzt hat er eine der wichtigsten Positionen Hamburgs inne. Er behält sie bis kurz vor seinem Tode am 1. März 1848. Benekes Tagebuchmappen überleben ihren Verfasser. So hatte er es gewünscht. Sie finden den Weg ins Staatsarchiv der Hansestadt. In der Tat sind sie ein museales Konvolut, vordergründig mögen sie als das Werk eines Pedanten erscheinen.</div><div>Unendlich sind die peniblen Hervorhebungen und Unterstreichungen, die merkwürdigen Abkürzungen, die gekritzelten Korrekturen, die nachgetragenen Marginalien, die Angaben zur Wetterlage und vor allem die zu den Personen, die der „Netzwerker“ Beneke der Erwähnung für würdig befindet. Schon in den ersten zehn Jahren fallen mehr als fünftausend Namen. Vor allem aber ist Beneke ein Narziss. 17 444 Mal fällt das Wörtchen „ich“ in dieser Zeit. Später wird man ermitteln, dass er unter Einschluss der Pronomina „mir, mich, meine, wir und uns“ jedes vierundzwanzigste Wort verwendet, um sich selbst in Bezug zu nehmen.</div><div class="imTACenter"><aside></aside></div><div><br></div><div>Voluminöse Kassette</div><div>Und trotzdem: Die Tagebücher sind kein bloßes „Journal intime“ eines egozentrischen Bourgeois. Zuvörderst sind sie authentische Zeugnisse eines nachdenklichen Mannes, der tagtäglich den Aufbruch des aufgeklärten Bürgertums in eine sich abzeichnende Moderne dokumentiert, und zwar ohne den Ausgang dieses großen Experiments zu kennen. Ganz gleich, ob Verfassungswirklichkeit, Revolution, Kirche, soziale Frage, Bildungswesen, Literatur, Theater, Reisekultur, geheime und gesellige Gesellschaften, Kaffeehäuser oder die Zeitschriften der Spätaufklärung - die Tagebücher sind eine Fundgrube für die historische Forschung; eine Schatzkiste aus der Sattelzeit des deutschen Bürgertums.</div><div>Experten sind Benekes Tagebücher seit langem bekannt, der Öffentlichkeit hingegen waren sie bislang verschlossen. Das freilich wird sich ändern. Im Auftrag der „Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur“, also von Jan Philipp Reemtsma, arbeitet eine Gruppe von inzwischen sieben Historikern unter der Leitung von Frank Hatje und Ariane Smith seit 2001 an einer vollständigen Edition. Jetzt sind in einer voluminösen Kassette die Jahrgänge 1792 bis 1801 erschienen, und zwar zusammen mit einem überwiegend von Hatje besorgten Begleitband.</div><div>Reichlich Zitate für Festtagsreden</div><div><br></div><div>In drei weiteren Tranchen sollen die restlichen Jahrgänge folgen. Danach ist eine digitale Ausgabe mit textkritischen Angaben und Suchfunktion geplant. Beneke-Enthusiasten werden Geduld benötigen, bis die zwanzig geplanten Bände 2018 komplett sind. Doch schon jetzt verspricht das Projekt eine editorische Glanzleistung zu werden. Die zeichengetreue Transkription von Benekes Handschrift in einen gesetzten Text ist bislang grandios gelungen.</div><div class="imTACenter"><aside></aside></div><div>Ihre elegante Typographie und ihre Faksimiles der Zeichnungen und Skizzen von Beneke sind ein Labsal für den Bücherfreund. Frank Hatjes Begleitband-Essays mit Skizzen zu Benekes Leben sowie den großen Themen seiner Zeit - Bildung, Netzwerke, Revolution und Republik - sind schieres Lesevergnügen. Und das mehr als hundert Seiten umfassende Register, welches nicht zuletzt die Namen und wichtigsten Daten der von Beneke erwähnten Personen enthält, verdient größten Beifall.</div><div>Bleibt allerdings die Frage, wie man Beneke lesen soll? Von vorn bis hinten, auf der Suche nach bedeutenden Daten oder einfach nach Gusto? Die Antwort ist simpel: ein jeder, wie es beliebt. Und was Beneke-Zitate für Festtagsreden betrifft: Da findet man immer was. Der Kanzlerin und ihrem Herausforderer sei schon jetzt die Eintragung vom 22. September 1793 empfohlen. Auf den Tag genau zweihundertzwanzig Jahre vor der nächsten Bundestagswahl kann man dort lesen: „In dieser Woche wird sich vieles entscheiden.“ Womöglich wiederholt sich Geschichte eben doch.</div></div><div><br></div>Quelle: <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/ferdinand-beneke-die-tagebuecher-vaterland-gott-welch-eine-fuelle-von-empfindungen-11990180-p2.html" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/ferdinand-beneke-die-tagebuecher-vaterland-gott-welch-eine-fuelle-von-empfindungen-11990180-p2.html', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">Frankfurter Allgemeine Zeitung</a></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 11 Dec 2012 07:15:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Die Zeit – Helden und Hummerseelen]]></title>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000019"><div class="imTACenter"><img class="image-13" src="http://www.beneke-edition.de/images/Die-Zeit---Helden-und-Hummerseelen-6.9.2012-001.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><img class="image-14" src="http://www.beneke-edition.de/images/Die-Zeit---Helden-und-Hummerseelen-6.9.2012-002.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><img class="image-15" src="http://www.beneke-edition.de/images/Die-Zeit---Helden-und-Hummerseelen-6.9.2012-003.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><img class="image-16" src="http://www.beneke-edition.de/images/Die-Zeit---Helden-und-Hummerseelen-6.9.2012-004.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><img class="image-17" src="http://www.beneke-edition.de/images/Die-Zeit---Helden-und-Hummerseelen-6.9.2012-005.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><img class="image-18" src="http://www.beneke-edition.de/images/Die-Zeit---Helden-und-Hummerseelen-6.9.2012-006.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><img class="image-19" src="http://www.beneke-edition.de/images/Die-Zeit---Helden-und-Hummerseelen-6.9.2012-007.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><img class="image-20" src="http://www.beneke-edition.de/images/Die-Zeit---Helden-und-Hummerseelen-6.9.2012-008.jpg"  title="" alt="" width="1070" height="1514" /><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 05 Sep 2012 23:03:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Tagungsbericht zum Kolloquium]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000015"><div><span class="fs11lh1-5">„Ferdinand Beneke: Tagebücher und Briefwechsel 1792–1848.</span><br></div><div><span class="fs11lh1-5">Stand und Perspektiven der Edition und der Forschung“</span></div><div><span class="fs11lh1-5">(Hamburg, 19./20. März 2004),</span></div><div><span class="fs11lh1-5">in: Hamburger Wirtschafts-Chronik N. F. 4 (2004), S. 154—161</span></div><div><br></div><div><span class="fs11lh1-5">Ferdinand Beneke (1774 – 1848) führte von 1792 bis zu seinem Tode Tagebuch, das in seiner Komplexität ein einzigartiges Dokument für die sogenannte Sattelzeit darstellt. Es bietet nicht nur Einblicke in die private Lebenswelt eines Bürgers und seines persönlichen Umfeldes, in die Entwicklung seiner politischen und religiösen Haltungen, sondern zeichnet darüber hinaus ein Bild vom politischen und gesellschaftlichen Leben in Hamburg, von dessen Protagonisten, Clubs, Gesellschaften, politischen Traditionen sowie Verbindungen zu andern Städten und Regionen in Deutschland.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Die 2001 von Jan Philipp Reemtsma (Hamburg) und Franklin Kopitzsch (Hamburg) ins Leben gerufene Beneke-Edition hat zum Ziel, die Tagebücher Benekes einschließlich aller Beilagen, v.a. Briefe, aber auch Konzepte, Notizen und Memoranden zu edieren und damit einer breiten (Forschungs-)Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Fünf Historikerinnen und Historiker (Juliane Bremer, Frank Hatje, Ariane Knuth, Angela Schwarz und Andrea Ziegler) sind mit der Transkription und Kommentierung der insgesamt rund 11.000 Manuskriptseiten betraut. 2008/09 soll das Projekt abgeschlossen sein.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Am 19. und 20. März 2004 fand im Hamburger Warburg Haus die erste Tagung der Beneke-Edition statt: FERDINAND BENEKE: TAGEBÜCHER UND BRIEFWECHSEL 1792-1848. STAND UND PERSPEKTIVEN DER EDITION UND DER FORSCHUNG. Interesse und Ziel der Veranstalter war zum einen der wissenschaftliche Austausch über Sachfragen, wie sie sich zwangsläufig bei dem Vorhaben einer kommentierten Edition stellen, und zum anderen die Verortung der Aussagemöglichkeiten dieses Tagebuchs innerhalb der Stadt- und Bürgertumsforschung.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Nach der Begrüßung durch Ariane Knuth (Hamburg), der Vorstellung des Tagungsortes Warburg Haus durch Angela Schwarz (Hamburg) und dem Geleitwort von Jan Philipp Reemtsma, der beispielhaft die Äußerungen Arno Schmidts zu Spannungsverhältnis von Tagbuchschreibern und –lesern und damit einhergehende Editionsprobleme skizzierte, stellte die Projektgruppe die Person Ferdinand Beneke sowie die Physis der Tagebuchbände und dazugehörigen Konvolute vor und referierte den Stand des Projekts.</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div></div><div class="imHeading3">1. „Life &amp; Letters“: Vorstellung des Projekts</div><div><span class="fs11lh1-5">Ferdinand Beneke lebte von 1774 bis 1848. In Bremen als Kaufmannssohn geboren, verbrachte er seine Jugend in Minden, studierte Jura in Halle und Göttingen und ließ sich schließlich 1796 als Advokat in Hamburg nieder. Hier war er von Anfang an bestrebt, Zugang zu den gehobenen bürgerlichen Kreisen zu finden. Beneke identifizierte sich schnell mit der Stadt und verstand sich als „guten Bürger“. Bürgersein bedeutete für ihn vor allem Engagement für die Stadt und das Gemeinwesen. 1798 übernahm Beneke das Amt eines Armenpflegers. 1800 wurde er ans Niedergericht berufen, was ihm auch den Zugang zum Bürgerkonvent eröffnete. 1806 heiratete er Caroline von Axen. Zwar blieb er seinem Republikanismus treu, wandelte sich aber ab 1803 von einem Anhänger der französischen Revolution zu einem vehementen Gegner des napoleonischen Frankreich und einem „deutschen Patrioten“, und suchte nach 1806 nach einem kompromissfreien persönlichen Weg zwischen Fundamentalopposition gegen die französische Besatzungsherrschaft und den „Pflichten eines FamilienVaters“. 1813 sah er sich gezwungen, ins Exil zu gehen, wo er als Mitbegründer des Hanseatischen Direktoriums an der Wiederherstellung hansestädtischer Souveränität innerhalb eines deutschen Bundesstaates arbeitete. Nach seiner Rückkehr hatte er schließlich 1816 den Gipfel seiner Karriere erreicht und wurde Oberaltensekretär, ein politisch in Hamburg sehr einflussreiches Amt.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Ferdinand Benekes Tagebücher sind eine bemerkenswerte Quelle. Die 26 Mappen im knappen A4 Format bestehen aus einfach gefalteten, paginierten Bögen und enthalten nahezu tägliche Aufzeichnungen für die Zeit vom 16.6.1792 bis zum 28.2.1848. Die Einträge Benekes haben im Laufe der Jahre strukturelle Wandlungen erfahren. Diese sind zum Teil auf die zunehmenden öffentlichen Verpflichtungen Benekes zurückzuführen (die Einträge werden in den 1820er Jahren merklich kürzer), zum Teil aber – und das ist das bemerkenswerte – auf die Tatsache, dass Beneke nicht nur den Zweck, sondern auch die Struktur des Tagesbuchs zum Gegenstand seiner Reflektionen machte. Zunächst sollte das Tagebuch dazu dienen, nochmaliges Genießen von Vergangenem zu ermöglichen. Nicht nur für Beneke selbst, sondern auch für seine Familie und später für seine Kinder. Darüber hinaus sollte es ihm zur Unterstützung des Gedächtnisses dienen, ein Gerüst zur Rückerinnerung und schließlich sein Nachlass sein. Das Tagebuch war also zumindest als halböffentliches Werk angelegt.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Die Tagebuchordnung wurde von Beneke mehrfach revidiert. So hatte er Briefe, die er erhielt, und andere Dokumente bis 1808 zwischen die Tagebuchseiten eingeordnet. Ab 1808 jedoch legte er dafür Beilagenkonvolute mit eigener, auf das laufende Jahr bezogenen Nummerierung an. Schon 1805 hatte er Mappen geordert und angefangen, sein Tagebuch selbst zu archivieren. Jedem Jahr ist eine Übersicht nachgestellt, in der Beneke die für ihn wesentlichen Ereignisse des Jahres zusammenfasste. Ab 1815 ist diese Übersicht streng strukturiert. Darüber hinaus erstellte Beneke selbst ein alphabetisches Namenregister, das schon heute Forschern die gezielte Nutzung der Quelle sehr erleichtert.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Die Projektgruppe der Beneke-Edition hat 2001 mit der Transkription der Tagebücher begonnen. Ziel war es von Beginn an, so nah wie möglich am Text zu bleiben, um die Authentizität der Tagebücher zu erhalten. Doch die Uneinheitlichkeit von Schreibweisen und ähnliche Probleme, die sich erst im Arbeitsprozess zeigten, machten immer wieder Anpassungen der Transkritptionsregeln nötig. Parallel zur Transkriptionsarbeit soll nun mit der Kommentierung des Tagebuches begonnen werden. An diesem Punkt stellt sich vor allem die Frage nach der Kommentierungsnotwendigkeit und –würdigkeit von in den Tagebüchern erwähnten Ereignissen und Kontexten, aber auch die Frage nach dem Verlauf der inhärenten Grenze von Kommentaren: wo endet der Kommentar und wo fängt die Interpretation an?</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div></div><div class="imHeading3">2. Tagebuch- und Briefeditionen: Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten</div><div><span class="fs11lh1-5">Edith Zehm (München) erläuterte zunächst in einem Arbeitsbericht das Vorgehen der Herausgeber der Goethe-Tagebücher hinsichtlich der Abbildung des Textes. Im Gegensatz zu Beneke hatte Goethe sein Tagebuch nicht für eine mögliche Öffentlichkeit geführt, auch nicht für eine familiäre. Es hat deshalb über weite Strecken eher den Charakter eines Notizbuches. Goethe selbst nahm nur gelegentlich Einträge von eigener Hand vor, im allgemeinen diktierte er seinem Schreiber. Während auf der Basis älterer Editionen und nach den Regeln historisch-kritischer Editionspraxis zügig mit der Bearbeitung des Textes vorangegangen werden kann, macht der Kommentar den größten Anteil der Arbeit an der Edition aus. Dies hängt mit dem Notizbuchcharakter des Tagesbuches zusammen, das sehr sachlich, meist nur stichpunktartig Ereignisse und Personen vermerkt. Über die Identifizierung von Personen, Geographika, Bildern, Theaterstücken usw. hinaus wird deshalb im Kommentar versucht, Zusammenhänge zu rekonstruieren, die Goethe nicht explizit erläutert (z. B. der Grund für den Besuch einer Person, ihre Beziehung zu Goethe etc.).</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Ob dieses Vorgehen für die Beneke-Edition generell notwendig ist, scheint fraglich, da Beneke selbst die Personen in seinem Tagebuch seinem Leben zuordnet. Wünschenswert wäre dies jedoch dann, wenn über die Nennung des Namens und evtl. des Amtes einer Person hinaus keine Erläuterungen im Original selbst zu finden sind.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Weiterführend war in diesem Zusammenhang eine Überlegung, die sich aus dem anschließenden Vortrag von Britta Spies (Münster) ergab. Die von ihr in ihrem Dissertationsprojekt behandelten Tagebücher der Caroline von Lichtenfels, geb. von Flotow, fallen in den gleichen Zeitabschnitt wie die Ferdinand Benekes.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Mit Blick auf die Autorinnen und Autoren von Tagebüchern machte Spies drei Spannungsfelder aus, zwischen denen sie die Intention zur Abfassung von Tagebüchern ansiedelt: erstens das Führen eines Tagebuchs als „Ich-Analyse“ versus Notate ereignishaften Charakters, dann das Tagebuch als Plattform eines stabilen oder wechselnden Selbstentwurfs und drittens das Tagebuch als „journal intime“ versus das Tagebuch als Kommunikationsmittel für einen größeren Rezipientenkreis. Auch wenn hier eine mögliche Funktion von Tagebüchern als reine Mnemotechnik für Fakten und Daten außer Acht gelassen wurde, so ergibt sich für die Beneke-Edition doch die Frage nach der Schreibmotivation Benekes. Ihre Beantwortung könnte wesentliche Hintergrundinformationen für den Aussagewert der Quelle enthalten. Die Einordnung der Tagebücher und seines Verfassers im o.g. Sinne entweder im Kommentar oder in selbständigen Artikeln wäre für die Forschung interessant und wichtig.</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div class="imHeading3">3. Aspekte bürgerlichen Lebens am Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts: Aufklärung, Geselligkeit, Kultur, Bildung, Frömmigkeit, Wohltätigkeit, Familie und Geschlechterrollen</div><div><span class="fs11lh1-5">Auf den ersten Teil der Tagung, der sich mit dem Medium Tagebuch an sich beschäftigte, folgte eine Reihe von Vorträgen zu Forschungsergebnissen verschiedenster Aspekte der Bürgertumsforschung unter der leitenden, wiewohl provokativen Fragestellung, ob man Beneke als idealtypischen Vertreter des (Bildungs‑)Bürgertums ansprechen könne.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Franklin Kopitzsch spannte zunächst unter der Überschrift „Aufklärung, Geselligkeit und Bürgertum“ einen Bogen über Benekes geselliges Leben, wie es sich in seiner Mitgliedschaft in Logen, Vereinigungen, Clubs und Gesellschaften von Minden über Halle und Göttingen bis Hamburg feststellen lässt. Die Mitgliedschaften wechselten im Laufe seines Lebens entsprechend seiner persönlichen Entwicklung und den damit verbundenen politischen und sozialen Überzeugungen. Grundlegend blieben die Mitgliedschaften in den verschiedenen Gesellschaften und Zirkeln jedoch über die Jahre als Netzwerk einerseits und Ausdruck bürgerlicher Partizipation und Gestaltungswillen andererseits.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Daran anknüpfend wies Andreas Schulz (Frankfurt/Main) in seinem Vortrag „Kultur und Bildung im Bürgertum“ vor allem auf die Bildung als kohärentes Bezugssystem von Werten und Normen hin, die in einer Transformation vom „gelehrten Bildungsdiskurs“ im 18. Jahrhundert zum „geselligen Praxisbezug“ im 19. Jahrhundert Bestandteil der bürgerlichen Gesellschaft und der Kommunikationsorte werde. Durch aktive Wissensvermittlung über „bürgernahe Gelehrte“, die sich in den Gesellschaften bewegten, komme es in dieser Zeit zu einer „horizontalen Kommunikation“. Gleichzeitig steige mit der bürgerlichen Identifikation über den Bildungsstatus der Anspruch an die „vertikale Bildung“. Das Bürgertum engagierte sich für Schulgründungen und die Einführung praktischer Ausbildungsmöglichkeiten. (So war Ferdinand Beneke Mitbegründer und Förderer einer Vorstadt-Schule.)</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Neben der Ausformung bürgerlicher Überzeugungen und Werte innerhalb der geselligen und politischen Netzwerke der Stadt war es im Falle Ferdinand Benekes seine religiöse Überzeugung, die sein bürgerliches Selbstverständnis maßgeblich prägte. In zwei die Tagebücher ergänzenden Schriften aus den Jahren 1794 und 1806 ff. hat er versucht, seine „Weltanschauung“ zu Papier zu bringen. Die sich daraus ergebenden Erkenntnisse, so Frank Hatje (Hamburg) in seinem Vortrag über „Protestantische Frömmigkeit zwischen Aufklärung und Erweckung“, stünden im Rahmen überregionaler zeitgenössischer Tendenzen und erlaubten, die Konstanten und den Wandel in der Entwicklung von einer „aufklärerisch-freimaurerischen Religiosität“ zu einer intensiven „erwecklichen Frömmigkeit“ nachzuzeichnen. Als Konstante komme der Ethik ein größerer Stellenwert zu: Die Besserung des Menschen zur Stärkung des Gemeinwesens werde als Teil religiöser Erkenntnis in Verbindung mit romantischen Idealen in die bürgerliche Praxis übertragen. Diese These lässt sich bei Beneke vor allem an einem Umstand festmachen, den Stephen Pielhoff (Wuppertal/Siegen) in seinem Beitrag verdeutlichte. Er stellte die Betätigung Benekes als Armenpfleger in den Mittelpunkt, die dieser zweimal in seinem Leben ausübte. Während die erste Phase ab 1798 als Teil von Benekes Bestreben zu sehen sei, Zugang zur bürgerlichen Gesellschaft auch über den Einsatz für das Gemeinwesen zu erlangen, so sei die zweite Phase ab 1822 Ergebnis der religiösen Erweckung Benekes. Die „religiöse Kontemplation“, so Pielhoff, forderte „praktische Analogien im aktiven Leben“. Gleichzeitig wies Pielhoff jedoch auf die notwendige Überprüfung von Ideal und Praxis hin. Die starke berufliche Einbindung Benekes ließ ihm zu wenig Zeit für gemeinnütziges Engagement, so dass eine Dissonanz zwischen „religiös-kontemplativer Selbstdeutung“ und tatsächlich in der Praxis umgesetzter gemeinnütziger Arbeit feststellbar sei.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Anne-Charlott Trepp (Göttingen), deren Vortrag den ersten Tag beschloss, verwies auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Benekes religiöser Entwicklung und seiner Einstellung zum anderen Geschlecht, den sie vor allem beim älteren Beneke vermutet und als Forschungsdesiderat formulierte. Die Tagebucheinträge des jüngeren Benke, die eine wichtige Grundlage für Trepps Arbeiten über Geschlechterbeziehungen im Hamburger Bürgertum zwischen 1770 und 1840 bilden, hatten zu der Erkenntnis geführt, dass die These der Trennung von Privat und Öffentlich im Bürgertum nicht der Alltagspraxis entspreche. Im Gegenteil, so Trepp, seien die Äußerungen Benekes über sein privates Leben Indiz dafür, dass zumindest für den untersuchten Zeitraum die in der Forschung konstatierte gesellschaftlich definierte Rolle der Geschlechter, die ihnen aufgrund geschlechtlich bedingter Charaktereigenschaften zugeschrieben wurde, eine Übertragung theoretischer Entwürfe und Normen auf die Lebenspraxis sei, die sich in den Quellen nicht wiederfinden ließe.</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div></div><div class="imHeading3">4. Politische Strukturen, Kommunikation und Kommunikationswege</div><div><span class="fs11lh1-5">Die Referate des zweiten Tages hatten politische Strukturen und Kommunikationsformen bürgerlicher Gesellschaften zum Schwerpunktthema. Andreas Fritz (Ludwigsburg), der am Beispiel von Benekes Tagebucheinträgen über Zusammenkünfte mit dem Mediziner, Publizisten und Journalisten Georg Kerner dessen öffentliches Leben zwischen 1803 und 1812 über weite Strecken rekonstruieren konnte, wies vor allem auf die Qualitäten der Tagebücher für die noch ausstehende wissenschaftliche Untersuchung liberaler und demokratischer Gesellschaften, Klubs und Zirkel in Hamburg hin.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Tilman Stieve (Aachen), der für seine Forschungen zu Reformprozessen in Hamburg die Beneke-Tagebücher genutzt hat, verwies anhand ausgewählter Beispiele auf die Einzigartigkeit dieser Quelle hinsichtlich der Erforschung der praktizierten politischen Kultur. Details und Zusammenhänge politischer Debatten in der Bürgerschaft oder zur Tätigkeit des Hanseatischen Direktoriums lasse sich in einer Weise rekonstruieren, die über das in Protokollen Ablesbare weit hinausgehe. Unterstützt wurde die Aussage der großen Bedeutung der Tagebücher für die Erforschung bürgerlicher politischer Netzwerke durch den Beitrag von Nicola Wurthmann (Bremen), die über die politischen Verflechtungen zwischen Hamburg und Bremen von 1800 bis 1848 referierte. Hierfür wählte sie exemplarisch die langjährige Beziehung des Bremer Bürgermeisters Johann Smidt zu dem gebürtigen Bremer und „Wahlhamburger“ Ferdinand Beneke, wie er sich aus dem Nachlass von Smidt und Benekes Tagebüchern rekonstruieren lässt, aus. Sie wies dabei besonders auf die enorme Wichtigkeit persönlicher Kontakte für die Gestaltung von Politik und das Verfolgen politischer Ziele (etwa bei der Vertretung der beiden Hansestädte im Deutschen Bund) hin. Ausmaß und Stellenwert solcher Netzwerke für die politische Einflussnahme lasse sich nur anhand von Selbstzeugnissen angemessen rekonstruieren.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Den Abschluss der Tagung bildete der Beitrag von Philipp Prein (Berlin), der auf der Basis seiner Dissertation über die Funktion des Reisens und die Kommunikation über das Reisen im Bürgertum des 19. Jahrhunderts referierte. Als Quellen dienten ihm Reiseaufzeichnungen Hamburger, Londoner und Baseler Großbürger. Über einen massiven Anstieg der Reisetätigkeit im 19. Jahrhundert hinaus konnte er feststellen, dass bürgerliche Männer die größten Reisen während ihrer Ausbildung unternahmen, während Frauen meist erst in späteren Ehejahren gemeinsam mit ihren Männern lange Reisen antraten. Außerdem gaben die Reisebeschreibungen Aufschluss über die Beeinflussung der Reisewilligkeit durch die Lektüre von Reiseberichten und Reiseführern. Überdies seien die Besuche von Sehenswürdigkeiten und Museen auf Reisen als Abgrenzung gegenüber „unleidlichen Touristen“ und „ungebildeten Mittelschichten“ zu verstehen – als Zeichen der Distinktion, das den bürgerlichen Reisenden mit Gleichgesinnten verband.</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div></div><div class="imHeading3">5. Fazit</div><div><span class="fs11lh1-5">Entsprechend dem doppelten Anliegen der Veranstalter waren die Beiträge der Referentinnen und Referenten und die anschließenden Diskussionsbeiträge darauf ausgerichtet, Fragen aufzuwerfen, Bedenken zu formulieren und Denkanstöße zu geben, die bei der Edition des Textes und der Kommentierung der Tagebücher Ferdinand Benekes berücksichtigenswert und hilfreich sein könnten. Dabei ließen sich folgende Schwerpunkte erkennen:</span></div><div><span class="fs11lh1-5">EDITION: Eine so textnahe Transkription wie möglich ist unbestritten. Es ist fraglich, wie weit bei der Abbildung handschriftlicher Texte die Authentizität derselben gewahrt werden kann. So bleibt es schwierig, ein verändertes Schriftbild, wie es sich im Original finden lässt und möglicherweise mit Aussagen über die Befindlichkeit des Schreibers korrespondiert (Krankheit, Eile, Ablenkung etc.), wiederzugeben.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Für den generellen Umfang des Kommentarteils sollte ein wesentliches Kriterium der spätere Rezipientenkreis sein. Wird eine rein wissenschaftliche Rezeption angestrebt oder soll die Edition auch für den historisch interessierten Laien zugänglich sein? Für die Kommentierung von Personen, Ereignissen usw. erwies sich die Konzeption der Goethe-Tagebücher als anregend. Die Aufnahme von Querverweisen zu Handlungssträngen und Entwicklungslinien wurde als hilfreich angesehen. Ob der Kommentarteil dadurch entlastet werden kann, dass Grunddaten zu den vorkommenden Personen in das Register verwiesen und übergreifende Zusammenhänge und Themen in einen Einführungsband ausgelagert werden, bleibt zu erwägen.</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5"><b>FORSCHUNG</b></span><span class="fs11lh1-5">: Über die schon erwähnten Forschungsdesiderate hinaus stellte sich für fast alle auf der Tagung thematisierten bürgerlichen Lebensbereiche die Frage nach den Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Diskursen und individueller bürgerlicher Praxis, die hier über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren untersucht werden können. Gerade für die qualitative Analyse verschiedenster Themen über die gesamte erwachsene Lebensspanne eines Bürgers wurde die geplante Edition als Gewinn für die Forschung bewertet. Die Forschungen und Ansätze zu Kommunikation, Netzwerken, Privatheit/Öffentlichkeit und zur Kulturgeschichte werden der Edition ein breites Forscherinteresse eintragen. Aber auch das Tagebuch als „corpus delicti“ sollte in das Zentrum der Forschung rücken. Mögliche wechselnde Funktionen des Tagebuchs bzw. des -schreibens für den Verfasser im Verlaufe eines halben Jahrhunderts könnten Einblicke geben in die zeitgenössische Bedeutung dieser Quellengattung und damit eine Bereicherung des Diskurses um den Aussagewert von autobiographischen Quellen sein.</span></div><div><span class="fs11lh1-5">Ob es mit der Publikation der Tagebücher tatsächlich zu einer „Benekesierung“ der (hamburgischen) Bürgertumsforschung kommen wird - wie Stephen Pielhoff zu Bedenken gab -, oder ob die Edition ganz im Gegenteil zu einer vermehrten Nutzung auch anderer, nicht gedruckter, Selbstzeugnisse (nicht zuletzt aus der reichen Überlieferung in den Hamburger Familienarchiven) führen wird - was zu wünschen wäre -, liegt in der Verantwortung künftiger Forscherinnen und Forscher. Man darf gespannt sein auf die Edition und auf die Fragen, die die Forschung an diese bemerkenswerte Quelle stellen wird.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 18 Mar 2004 23:51:00 GMT</pubDate>
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